Von Henri Gaudichon - Henri Gaudichon, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57739970

Thema 2019

Ein Turm, Denkmäler, ein Aussichtspunkt auf Rügen, ein Museum, ein Fußballstadion, eine Universität, Straßen, Kasernen, Schulen, Kitas, eine Kirchengemeinde in Berlin-Zehlendorf, ein Handelsschiff der DDR Staatsreederei (1958 bis 1968), ein Regiment der Nationalen Volksarmee (NVA) und ein sozialistisches ›Gewerkschaftsensemble‹, alle trugen bzw. tragen den Namen des im 19. Jahrhundert populären und hochgeehrten Dichters Ernst Moritz Arndt. Der Nationalrat der Nationalen Front der DDR verlieh von 1955 bis 1989 rund 10.000 Mal die ›Ernst-Moritz-Arndt‹-Medaille an verdiente ›Kulturschaffende‹ im Dienste des Friedens und für patriotische Leistungen. Johannes R. Becher wurde mit ihr geehrt und auch der Oberguru der antiwestlichen Polemik, Karl Eduard von Schnitzler.

0
0
0
s2smodern
powered by social2s

Eine globale Weltordnung ist utopisch. Wir brauchen eine Multipolarität der Weltmächte. Und die Europäische Union muss darin ihre neue Rolle finden.

Überdehnungen und Verstrickungen des Westens in fremde Händel haben unsere Kräfte geschwächt. Im Gegenzug ist etwa der russische Nationalismus und vor allem der islamistische Universalismus erstarkt. Mit dem umgekehrten, nach innen gerichteten Universalismus von ›offenen Grenzen‹ wurden unterschiedslos flüchtenden Opfern und islamistischen Tätern Wege nach Europa geebnet.

0
0
0
s2smodern
powered by social2s

»Homo homini lupus«, schreibt Hobbes in De Cive (1657). Damit meint er, in heutiger Sprache ausgedrückt, dass Gewalt und Macht (das Ergebnis erfolgreicher Gewaltausübung) immer eine zentrale Rolle bei der menschlichen Vergesellschaftung spielen. Wie Aggression und Neigung zur Gewalt im Zusammenleben begrenzt werden können, ist das zentrale Thema der politischen Philosophie. Einerseits brauchen wir das staatliche Gewaltmonopol, um chaotische, private Gewalt zu minimieren. Andererseits tendieren die Amtsträger, die das Monopol ausüben, stets dazu, diese gewaltige Macht, deren Breite und Tiefe mit dem technischen Fortschritt immer weiter zunimmt, zu ihren Gunsten zu verwenden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie das Monopol im Rahmen einer Dynastie, einer Wahlmonarchie, als kommunistische Diktatoren wie in der UdSSR oder (noch heute) in China oder als auf Zeit gewählte Inhaber der Exekutivgewalt demokratischer Staaten innehaben: Die Tendenz zum Missbrauch der Macht ist im Wesen des Menschen verwurzelt und daher immer vorhanden.

0
0
0
s2smodern
powered by social2s