Renate Solbach: Zeichen

Thema 2020

In Memoriam Kurt Scheel

Das Recht auf freie Meinungsäußerung gehört, neben der Demonstrationsfreiheit und der Freiheit, Koalitionen zu bilden, zu den Grundbedingungen eines demokratischen Gemeinwesens. Diese Freiheiten sind nicht umsonst als Grundrechte in der Verfassung verankert, und sie bauen aufeinander auf: Nur wo jeder seine abweichende Meinung ungehindert äußern und sie zusammen mit anderen öffentlich artikulieren kann und darüber hinaus die Möglichkeit besteht, sich als politische Opposition zu organisieren, können wir von demokratischen Verhältnissen sprechen.

Über die Bedrohung der Meinungsfreiheit wird in letzter Zeit viel gestritten und auch lamentiert. Zu Recht und zu Unrecht. Beides soll hier untersucht werden.

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Über das Ökonomie-Defizit bei Carl Schmitt

Carl Schmitt hat Konjunktur. Wer daran zweifelt, möge nach dem Streit über seine Person sowie seine Verstrickungen mit dem Nazi-Regime die vielfältigen, tiefschürfenden Auseinandersetzungen der letzten Jahre mit seinem Œuvre heranziehen. Daran ändert die Warnung von Habermas wenig, die Beschäftigung mit Carl Schmitt sei eine Einstiegsdroge in den Traum vom starken Staat (»Die Stellung von Carl Schmitt in der deutschen Geistesgeschichte«, erstmals veröffentlicht als Besprechung zu Dirk van Laak: Gespräche in der Sicherheit des Schweigens, in: Die Zeit vom 3.12.1993). Die Wiederentdeckung des Schmittschen Werkes in der späten Bundesrepublik – z.B. durch die Studie von Ruth Groh zum Mythos-Begriff (Groh 1998) – wird entsprechend der Konzentrierung des politischen Denkens auf die Zeit der Nazi-Herrschaft stets von der Frage begleitet, ob angesichts der publizistischen Parteinahme Schmitts in den Jahren 1933 bis 36 eine rückhaltlose Kritik seiner Schriften – sei sie positiv oder negativ – überhaupt politisch zulässig sei.

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Wellen und Wirbel waren schon für die griechischen Naturphilosophen vor 2500 Jahren das gängige Modell zur Beschreibung der Natur (u.a. Demokrit, 460 – 371 v.Chr.). Praktische Anwendungen finden sich von der Sendetechnik der Götter [1], über diverse Geheimgesellschaften bis hin zu den Freimaurern. An dieser Stelle wäre zwar ein großer Informationsbedarf vorhanden, zumal viele Mitglieder solcher Gesellschaften gar nicht mehr wissen, welche Bedeutung ihre kultischen Handlungen ursprünglich einmal hatten.

Nein, ich möchte dieses Kapitel anders beginnen, denn ich sehe die Wurzeln der Skalarwellen in der Mathematik. Es war der französische Mathematiker und Freimaurer d’Alembert, der die Wellengleichung als erster 1747 angeschrieben hat.

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