In den Neunzigern des zwanzigsten Jahrhunderts gaben wir die Zeitschrift für Literatur und Kunst Der innere Raum heraus. Ich erinnere die Redaktionssitzungen, die jedes Mal an einem andern Ort unserer Wahl stattfanden, kleine, das heißt große Ereignisse, und den Ernst, mit dem wir die eingesendeten Texte auswählten, ein Ernst, als würde über die Zukunft des Planeten Erde entschieden. Zwei »Literaturfanatiker«, die sich immer weniger einig wurden … Er war sehr viel, sehr sehr viel allein in seinem Leben, zum Teil unter scheußlichen Bedingungen, und litt darunter. In Kohlscheid ging er im Winter nachts im Wald Holz hacken, um es etwas warm zu haben. Vor zwei Jahren (2013) – also ganze Zeiten, als gäbe es keine Verbindungen zwischen ihnen, lagen dazwischen – traf ein Brief von ihm ein, in dem überraschend stand, dass er geheiratet habe. Ich hatte mich unmäßig gefreut, weil ich wusste, wie und wie lange er entbehrt hatte. Die Nachricht kam so überraschend wie für ihn die Nachricht, dass ich nun promoviert war. Er schrieb ab und zu davon, dass und wie glücklich er war. 1958 geboren. Ich hätte ihm noch zehn Jahre gewünscht. Mindestens …………… Mit seiner Frau, die mir den Brief nun geschrieben hat.

 

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